Die 7 Elemente der freien Trauung

Die 7 Elemente der freien Trauung

Freie Trauungen erfreuen sich in Deutschland einer immer höheren Beliebtheit – zu Recht wie ich finde. Denn die freie Trauung ermöglicht es jedem Brautpaar ganz genau so zu heiraten, wie es zu ihm und seiner ganz persönlichen Geschichte passt.

 Doch viele Paare waren noch nie persönlich auf einer freien Zeremonie anwesend und können sich den genauen Ablauf nur schwer vorstellen, da die Gestaltung jeder Trauung ja sehr individuell ist. Den meisten Trauungen bestehen jedoch aus 7 grundlegenden Elementen, die in ihrer jeweiligen Gestaltung natürlich frei sind.

 

 

PHASE 1: Die Ankunft der Gäste

Eine Hochzeit, und damit auch die freie Trauung wird monatelang im Voraus genau geplant und mit dem Trauredner besprochen. Der organisatorische Faden, auch Zeremonienheft genannt, legt dabei die vielen Details, an die es zu denken gilt, fest.

Dies fängt bei der Sitzordnung der Gäste aber auch des Brautpaares an, bestimmt den genauen Zeitpunkt von eventuellen Ritualen und guten Wünschen fest und endet mit dem gemeinsamen Auszug als Brautpaar.

Und dann ist er endlich da: der lang ersehnte Tag. Die Gäste trudeln ein und langsam findet jeder seinen Platz. Man spürt förmlich, wie die Spannung greifbar in der Luft liegt und alle auf den großen Moment warten: den Einzug der Braut oder des Brautpaares.

Damit dieser Moment auch von allen Anwesenden in vollen Zügen genossen werden kann, begrüße ich im Vorfeld gerne die Gäste im Namen des Brautpaares und erkläre in kurzen Worten, was sie nun erwartet. Gerne stelle ich auf Wunsch bei dieser Gelegenheit auch den anwesenden Fotografen und/oder Sänger vor. Danach ist es an der Zeit, alle Gäste zu bitten, sich für den Einzug zu erheben. Die freie Trauung kann beginnen.

Extra Tipps:

  • Legt im Vorfeld fest, wie ihr die Ankunft der Braut bzw. des Brautpaares an die Gäste kommuniziert, damit sich alle Anwesenden für Euren großen Moment erheben können. Es gibt keinen schlechteren Start für eine Trauung, als eine 20-minütige Wartezeit im Stehen oder der verpasste Einsatz der Braut. Hilfreich hierfür sind kleine Handzeichen an den anwesenden Trauredner durch Eure Trauzeugen oder Geschwister.
  • Die ersten Reihen sind traditionell für Ihre engsten Familienangehörigen und Freunde reserviert. Damit dies auch so bleibt, sind vielleicht kleine „Reserviert“ Schilder eine gute Idee.
  • Macht Euch Gedanken, wann ihr Euch das erste Mal als Brautpaar gegenüberstehen möchtet. Ganz klassisch während des Einzugs oder vielleicht doch lieber vorher bei einem First Look nur zu zweit.
  • Die letzten Minuten vor der Trauung sind insbesondere für das Brautpaar sehr emotional und auch aufregend. Sprecht mit Euren Familien und Freunden, wer Euch in diesen Momenten zur Seite steht. Denn gerade der Bräutigam, der vor allen Gästen meist sehr nervös auf seine Braut wartet, wird oft vergessen.

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PHASE 2: Der Einzug

Der Einzug ist und bleibt einer der emotionalen Höhepunkte des Tages für mich. Denn genau in diesem ganz besonderen Augenblick, da realisieren viele meiner Brautpaare, dass die monatelange Vorbereitung, die vielen Gespräche und Planungen jetzt in diesem Moment Wirklichkeit werden und sie sich gleich das JA-Wort geben werden. Wenn dann noch das richtige Lied gespielt wird, bleibt meist kein Auge trocken.

Doch schon beim Einzug gilt es einiges zu Bedenken. Möchte ihr diesen besonderen Moment gemeinsam genießen oder wartet ER vorne auf seine Braut. Und welchem Lieblingsmenschen wird die Ehre zuteil, die Braut an ihren zukünftigen Ehemann zu übergeben? Vielleicht ist der Bräutigam auch ein wenig mutiger und entscheidet sich für seinen ganz eigenen Auftritt und zieht vor der Braut ein. Erlaubt ist hier, was gefällt und zu Euch und Eurer Persönlichkeit passt.

Extra Tipps:

  • Schon während Eures Einzug könnt ihr der Trauzeremonie eine ganz persönliche Note verleihen
  • Meist wählen die Brautpaare zwischen den 3 bekanntesten Varianten:
    a. Der Vater/Bruder/Verwandter führt die Braut nach vorne
    b. Das Brautpaar zieht gemeinsame ein
    c. Erst zieht der Bräutigam mit seinen Best Man ein. Die Bridesmaid der Braut folgen dann um den großen Auftritt für die Braut anzukündigen.
  • Aber auch jede andere Form ist denkbar. Vielleicht möchte die Braut ja gemeinsam von Ihrem Vater und Schwiegervater nach vorne geleitet werden? Oder es besteht eine enge Bindung zu Ihrem Großvater?
  • Eine weitere – etwas ungewöhnliche – Variante ist der alleinige Einzug der Braut. Hier steht der Bräutigam vorne und die Braut zieht dann ohne Begleitung ein. In dieser Variante sind wirklich alle Augen einzig und allein auf SIE gerichtet.

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PHASE 3: Die Traurede

Das Schöne an der freien Trauung ist eben genau die Betonung auf frei. Denn die Gestaltungsmöglichkeiten für den inhaltlichen Aufbau könnt ihr ganz auf Eure persönlichen Vorstellungen anpassen. Doch einige grundlegende Elemente bilden meist den roten Faden für jede Trauung, und bauen so den Spannungsbogen auf. Meist erlebt ihr gemeinsam mit Euren Gästen noch einmal die schönsten und manchmal auch herausforderndsten Momente Eurer ganz persönliche Paargeschichte.

In meinen Trauungen werfen wir oft auch einen Blick auf Euch und Eure Art zu lieben und zu leben. Denn jede Beziehung hat ihr ganz eigenes Fundament und jedes Paar hat ganz persönliche Wünsche und Vorstellungen von seiner gemeinsamen Zukunft. Und genau diese Eigenarten machen Euch und Eure Partnerschaft doch aus, so dass ihr nun den Schritt in die Ehe gehen möchtet.

Extra Tipps:

  • Die meisten Zeremonien dauern zwischen 30 – 45 Minuten. Zu wesentlich längeren Trauungen rate ich persönlich immer ab, da es sonst für Euch und Ihre Gäste unter Umständen ein wenig langatmig werden kann.
  • Ein guter Trauredner achtet darauf, den Spannungsbogen Eurer Trauung so aufzubauen, dass sich mit Eurem JA-Wort alle Emotionen und Gefühle gemeinsam mit den Gästen buchstäblich entladen können. Euer JA-Wort – vielleicht sogar mit einem ganz persönlichen Eheversprechen – setzt der Zeremonie im wahrsten Sinne die Krone auf.
  • Auch eine Trauung lebt von Abwechslung. Hierbei sollte auf eine gute Mischung aus Liedern, guten Wünsche Eurer Familien und Freunde, Ritualen und natürlich dem Herzstück der Trauung: Eurem JA-Wort geachtet werden.

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PHASE 4: Die Einbindung Eurer Gäste

Euren Familien und Freunden ist es oft ein Anliegen, Euch ihre guten Wünsche mit auf den Weg zu geben. Hierfür bietet die freie Zeremonie aus meiner Sicht die individuellsten und auch schönsten Möglichkeiten für jeden Geschmack.

Seien es die klassischen „guten Wünsche“ für Euch und Eure gemeinsame Zukunft, die Gestaltung einer ganz besonderen Erinnerung wie das gemeinsame Packen einer Zeitkapsel oder eine symbolische Handlung wie die Entzündung der Traukerze. Keine andere Form der Eheschließung bietet Euch, aber auch Euren Liebsten, so unendlich viel kreativen Spielraum. Gemeinsam mit Eurem Trauredner könnt ihr die passenden Beiträge finden und auch in der Zeremonie gut umsetzen.

Extra Tipps:

  • Wenn ihr Euch eine aktive Beteiligung Eurer Familien und Freunden wünscht, sucht das Gespräch und fragt sie ganz offen, ob sie sich das vorstellen können. Denn nicht jeder Gast fühlt sich bei dem Gedanken wohl, vor allen Anwesenden etwas laut vorzutragen.
  • Für alle Gäste, die sich zwar aktiv einbringen möchten, dies aber lieber ohne viele Worte machen, wird Euch Euer Trauredner Vorschläge unterbreiten, die sich in das Gesamtkonzept der Trauung einfügen.
  • Bei Einbindung aller Gäste solltet ihr immer die Zeit im Auge behalten. Bei mehr als 25 Gästen rate ich meinen Paaren davon ab, jeden Gast persönlich zu Wort kommen zu lassen. Hierfür gibt es so viele andere tolle Varianten, wie sich Eure Gäste trotzdem einbringen können.

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PHASE 5: Rituale

Rituale sind wohl das größte Mysterium rund um die freie Trauung. Alle hier aufzuzählen ist schlicht und ergreifend nicht möglich und würde bald ein ganzes Buch füllen. Doch auch hier gilt: alles kann, nichts muss. Denn nicht jede emotionale Zeremonie benötigt ein Ritual. Ganz im Gegenteil: ich rate manchen meiner Paare sogar davon ab, eine symbolische Handlung nur um des Rituals willen mit in die Trauung aufzunehmen. Doch wenn ihr Euch aus ganzem Herzen für eine symbolische Handlung entscheidet, dann könnt ihr Eurer Kreativität wirklich freien Lauf lassen. Vom Handfasting über das Wunschband, von der Hochzeitskerze über den Wunschbaum. Erlaubt ist was gefällt und vor allem was zu Euch und Eurer ganz persönlichen Geschichte passt.

Extra Tipps:

  • Es gibt wahrscheinlich so viele Rituale wie freie Hochzeiten gefeiert werden. Besprecht daher unbedingt mit Eurem Trauredner, was ihr Euch vorstellen könnt und womit ihr Euch überhaupt nicht identifizieren könnt.
  • Es gibt viele Traurituale, die ausschließlich für Euch als Brautpaar gedacht sind und es gibt die Rituale, bei denen Eure Familien und Freunde mit eingebunden werden.
  • Doch auch Dankesrituale, Gedenkrituale oder Zusammengehörigkeitsrituale sind denkbar. Eine kleine Übersicht findet ihr hier

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PHASE 6: Eheversprechen und JA-Wort

Das JA-Wort ist und bleibt für mich DAS emotionale Highlight einer jeden Trauung. Denn auch, wenn die meisten Paare durch ihre standesamtliche Trauung bereits vor dem Gesetz verheiratet sind, so ist die öffentliche Besiegelung Eurer Liebe vor Familien und Freunden immer etwas ganz Besonderes. Und gerade für diesen ganz emotionalen Part gilt, dass er ganz genau so gestaltet werden sollte, wie es zu Euch und Euren Wünschen passt. Möchtet ihr Euch gegenseitig ein Eheversprechen geben oder fühlt ihr Euch schon allein bei dem Gedanken daran unwohl? Sollen die Traufragen eher ganz klassisch oder lieber modern gestaltet werden. Möchtet ihr die Traufragen gleichzeitig oder nacheinander gestellt bekommen? Wie möchtet ihr Euch die Ringe anstecken? Dies sind nur einige der Fragen, die ich gemeinsam mit meinen Brautpaaren für Ihr einzigartiges JA-Wort bespreche.

Extra Tipps:

  • Nicht jedes Paar fühlt sich bei dem Gedanken wohl, sich öffentlich ein Eheversprechen zu geben. Euer Trauredner wird Euch viele andere wunderschöne Möglichkeiten aufzeigen, wie ihr Euch trotzdem während der Zeremonie ein ganz persönliches Eheversprechen geben könnt.
  • Das Trauritual ist sozusagen das Herzstück einer jeden freien Hochzeit. Deswegen sind aus meiner Sicht die detaillierte Vorbereitung und Absprache unter Euch als Brautpaar aber auch gemeinsam mit Eurem Redner essentiell.
  • Sich gegenseitig die Eheringe anzustecken - das ist meist der finale Akt während Eurer freien Trauung. Mit diesem Schritt tragt ihr für alle sichtbar Eure Liebe. Besprecht also den genauen Ablauf des Ringtauschs. Dies fängt damit an, wie die Eheringe zu Euch nach vorne gelangen, wer den Ring als erstes angesteckt bekommt und endet mit der Frage, mit welchen Ritus Worten ihr dieses ganz besondere Ereignis zelebrieren möchtet.

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PHASE 7: Der Auszug

Kurz nach dem Trauritual ist aus meiner Sicht immer ein guter Zeitpunkt, um Eure Zeremonie langsam ausklingen zu lassen. Denn mit dem Ringtausch geltet ihr nun endgültig als Ehepaar. Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem Euch Eure Familien und Freunde gratulieren wollen und Euch in den Arm nehmen möchten. Lasst Euch also gebührend feiern und genießt diesen Augenblick mit dem für Euch passenden Auszug. Möchtet ihr als erstes gemeinsam durch die Reihen schreiten oder bevorzugt ihr die Variante, dass Eure Gäste ein Spalier bilden, durch dass ihr durchschreiten? Vielleicht habt ihr Euch aber auch für einen Traukreis entschieden und alle Gäste kommen direkt nach vorne zum Gratulieren? Denn nun ist die Zeit, sich und Eure Liebe zu zelebrieren!

Extra Tipps:

  • Meine Trauungen enden meist kurz nach dem Trauritual. Nach einer kurzen Verabschiedung spreche ich noch gerne den nächsten Programmpunkt an, damit Eure Gäste wissen, was sie nun erwartet.
  • Entscheidet ihr Euch für den gemeinsamen Auszug als Brautpaar ist dies der perfekte Zeitpunkt die Hochzeitsfeier zu starten. Legt Sie Seifenblasen, Konfetti oder kleine Glöckchen auf den Sitzplätzen bereit.
  • Direkt im Anschluss an die freie Trauung findet meist ein Sektempfang mit der Hochzeitstorte und/oder Flying Finger Food statt. Nachdem ihr die ersten Gratulationen entgegengenommen habt, möchtet ihr vielleicht ein Gruppenfoto mit allen Anwesenden machen.

 

Ich wünsche Euch nun viel Freude bei der Planung Eurer freien Trauung. Denn für jedes Brautpaar gibt es seine perfekte Zeremonie– und nicht jede Zeremonie passt zu Euch als Brautpaar. Ich hoffe, dass Euch dieser kurze Überblick den Einstieg in Eure Traum Hochzeit erleichtert.

Bis zum nächsten Mal

Eure Anja

 

Habt ihr noch Fragen rumd um Eure ganz inividuelle freie Trauung? Nehmt hier gerne mit mir Kontakt auf.

 

 

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