letztes Update: März 2026
Wenn ihr eure freie Trauung plant, kommt irgendwann automatisch die Frage auf: Wollen wir ein Eheversprechen sprechen?
Viele Paare sind sich unsicher. Müssen wir wirklich selbst etwas schreiben? Oder gibt es auch andere Möglichkeiten für diesen Moment in der Trauung?
Die gute Nachricht: In einer freien Trauung gibt es nicht nur eine Form des Eheversprechens.
Tatsächlich haben sich drei Varianten etabliert, aus denen ihr frei wählen könnt.
In diesem Blogbeitrag stelle ich euch die drei häufigsten Möglichkeiten vor.
Wenn ihr noch unsicher seid, ob ein Eheversprechen überhaupt zu euch passt, schaut euch zuerst diese Übersicht an:
→ 11 Dinge über Eheversprechen, die euch vorher niemand sagt
Variante 1 für dein Ehegelübde: das selbstgeschriebene Eheversprechen
Viele Paare entscheiden sich dafür, ihr Eheversprechen selbst zu schreiben und es sich während der Trauung gegenseitig vorzulesen. Dabei bereitet jeder von euch sein eigenes Ehegelübde vor. Erst während der Zeremonie hört ihr zum ersten Mal, welche Worte der andere gewählt hat. Genau das macht diesen Moment für viele Paare so besonders.
Ein selbstgeschriebenes Eheversprechen gibt euch die Möglichkeit, eure Geschichte, eure gemeinsamen Erinnerungen und eure Wünsche für die Zukunft in eigenen Worten auszudrücken. Gleichzeitig ist es für viele Brautpaare auch der schwierigste Teil der Vorbereitung. Denn plötzlich steht man vor der Frage:
Wie beginne ich ein Eheversprechen eigentlich?
Wenn ihr euer Eheversprechen selbst schreiben möchtet, findet ihr hier eine einfache Anleitung:
→ In 6 Schritten dein Eheversprechen schreiben
Dort zeige ich euch Schritt für Schritt, wie ihr eure Gedanken sortiert und daraus ein persönliches Ehegelübde entwickelt.
Wenn ihr gerade überlegt, wie ihr euer Eheversprechen beginnen könnt, habe ich euch fünf mögliche Einstiege zusammengestellt.
Variante 2 für dein Ehegelübde: Die Traufragen in der freien Zeremonie
Nicht jedes Brautpaar möchte während der Trauung ein persönliches Eheversprechen vor allen Gästen vorlesen. Für viele fühlt sich dieser Moment sehr intim an. Eine schöne Alternative sind deshalb die klassischen Traufragen.
Dabei richtet die Rednerin oder der Redner einzelne Fragen an euch beide. Diese Fragen enthalten bereits eure Versprechen aneinander und führen schließlich zu eurem gemeinsamen Ja Wort.
Viele Paare kennen diese Form aus kirchlichen Trauungen. Doch auch in der freien Zeremonie lassen sich Traufragen ganz individuell formulieren. Manche Paare entscheiden sich für eine humorvolle Variante, andere für sehr persönliche und emotionale Versprechen.
Wenn ihr euch unsicher seid, welche Traufragen zu euch passen könnten, findet ihr hier viele Beispiele:
→ Traufragen für die freie Trauung
Und wenn ihr euch generell fragt, welche Möglichkeiten es rund um das Eheversprechen gibt, hilft euch auch dieser Überblick weiter:
→ 11 Dinge über Eheversprechen, die euch vorher niemand sagt
Viele Paare merken erst während der Planung ihrer freien Trauung, wie viele Entscheidungen rund um das Eheversprechen tatsächlich getroffen werden müssen. Während der Ringtausch für die meisten selbstverständlich dazugehört, stellt sich beim Ehegelübde schnell die Frage, welche Form sich wirklich richtig anfühlt.
Einige Paare wünschen sich sehr persönliche Worte und möchten ihre gemeinsame Geschichte in das Eheversprechen einfließen lassen. Andere bevorzugen eine kürzere und klarere Form, in der das Versprechen selbst im Mittelpunkt steht. Wieder andere möchten den Moment möglichst entspannt erleben und entscheiden sich deshalb für eine Variante, bei der sie nicht selbst vor allen Gästen sprechen müssen.
All diese Möglichkeiten sind in einer freien Trauung völlig legitim. Anders als bei einer klassischen kirchlichen Zeremonie gibt es hier keine festen Regeln, an die ihr euch halten müsst. Viel wichtiger ist, dass ihr eine Form wählt, die zu euch als Paar passt und sich für euch beide gut anfühlt.
Gerade deshalb lohnt es sich, die unterschiedlichen Varianten einmal bewusst miteinander zu vergleichen.
Variante 3 für dein Ehegelübde: Das Eheversprechen wird von einer anderen Person vorgelesen
Manche Paare schreiben ihr Eheversprechen selbst, möchten es während der Trauung jedoch nicht persönlich vortragen. In diesem Fall kann eine vertraute Person eure Worte stellvertretend vorlesen. Das kann zum Beispiel eine Trauzeugin, ein Trauzeuge, ein enger Freund oder auch ein Familienmitglied sein.
Gerade für Paare, die sehr emotionale Worte füreinander gefunden haben, kann das eine schöne Lösung sein. Ihr könnt euch ganz auf den Moment konzentrieren und eure Worte werden trotzdem Teil der Zeremonie.
Wichtig ist nur, dass die Person genügend Zeit bekommt, sich mit euren Worten vertraut zu machen. Denn ein Eheversprechen stellvertretend vorzulesen ist eine besondere Aufgabe und braucht ein wenig Vorbereitung.
Am Ende gibt es kein richtig oder falsch. Entscheidend ist allein, welche Form sich für euch beide stimmig anfühlt.
Welche Variante passt zu euch?
Ob ihr euer Eheversprechen selbst schreibt, mit Traufragen arbeitet oder eure Worte von einer vertrauten Person vorlesen lasst – erlaubt ist, was sich für euch richtig anfühlt.
Wenn ihr noch ganz am Anfang steht und nicht wisst, wie ihr euer Eheversprechen formulieren sollt, hilft euch dieser Leitfaden:
→ In 6 Schritten dein Eheversprechen schreiben
Eure Anja
Video: Mallasch Video | Fotografie: Evelina Galinis Fotografie | Floristik & Location: Ramona Kuhnig – Die Ideenschmiede | Trauredner Anja Happe & Porzellan: www.goldroeschen.de | Brautkleid: Noni Mode | Bräutigam: Eiskirch Atelier | Torte & Sweets: Konditorei Kartenberg | Papeterie: Designerseits | H&M: Nina Röll Herminghaus | Accessoires: Be Wooden | Ringe: Jutta Ulland | Holz-TIschdeko: My Deko Online | Brautpaar: Celine & Kevin

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